Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

Logo des EU-Rahmenprogramms zur Kulturförderung "Kultur 2000"
Logo des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
Westfalen
Groningen
Lublin

Kontakt aufnehmen Kontakt |  Zeitleiste mit geschichtlichen Überblick Zeitleiste |  Glossar Glossar |  Literaturtipps Literatur |  Weiterführende Links Links | Filmdokumente des Projektes Film | Tondokumente des ProjektesTon |  Hilfe Hilfe |  Seite auf deutsch D  |  Seite auf niederländisch NL  |  Seite auf polnisch PL  | 

  Sie sind hier: Home


Juden im Fußballsport


Heute ist wenig bekannt, dass Juden in der Etablierung des Fußballsports im deutschsprachigen Raum eine wichtige Rolle gespielt haben.

Erich Gottschalk mit der Bochumer Makkabi-Fußballmannschaft 1923 Erich Gottschalk mit der Bochumer Makkabi-Fußballmannschaft 1923.
Foto: Privatarchiv A. Eiynck
Viele Vereine wie der FC Bayern München oder die Karlsruher Kickers und der Deutsche Fußball-Bund verdanken ihre frühe Entwicklung in hohem Maße jüdischen Sportlern und Förderern, die verbreitete Zeitschrift "Kicker" ist eine Gründung des jüdischen Journalisten Walter Bensemann.

Eine Chance, Stärke zu zeigen


Gerade auf jüdische Jungen aus der Arbeiterschaft und dem Kleinbürgertum übte der Fußball eine große Faszination aus. Er erlaubte ihnen, gegen die hartnäckige Legende von der körperlichen Schwäche der Juden eine selbstbewusste Identität zu entwickeln.

Wie in der gesamten jüdischen Sportbewegung führte die Diskrimierung und Ausgrenzung in den anderen Vereinen ab 1933 noch einmal zu einem großen Ansturm auf die jüdischen Fußballvereine, die in eigenen Meisterschafts-Ligen bis zum Jahre 1938 gegeneinander antraten.
Erich Gottschalk mit einer Firmenmannschaft Erich Gottschalk mit einer Firmenmannschaft.
Foto: Privatarchiv A. Eiynck
Für junge Juden wie Erich Gottschalk aus Bochum waren solche Aktivitäten eine Chance, der wachsenden Diskriminierung und Isolierung wenigstens zeitweise zu entgehen.

Noch heute: "Judenklub" als Gerücht


Auch nach 1945 gab es wichtige jüdische Förderer und Aktive im Fußball. Bis heute spielen in manchen Fällen unter anderem bei Ajax Amsterdam die Klischees von "Judenklubs" eine zwiespältige Rolle bei den Fußballfans.
Zeitungsartikel vom Januar 2005 über Ajax Amsterdam Zeitungsartikel vom Januar 2005 über den angeblichen "Judenklub" Ajax Amsterdam.
(Süddeutsche Zeitung vom 12. Januar 2005)
Und in Groningen...