Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Jude mit Pfeifenköpfen


Das erste Gemälde, das Jozef anderen zeigte, machte er über der Armenschule. Es war eine lebensgroße Studie eines Groninger Juden, der Pfeifenköpfe verkaufte.

Der alte Isaak, von Israel gemalt in 1896 Der alte Isaak, von Israel gemalt in 1896. Es ist eine Studie eines alten Mannes mit Bart. Unbekannt ist jedoch,ob es sich hier um den biblischen Erzvater Isaak handelt, oder um jemanden den Israel persoenlich kannte.
Das Gemälde schaffte es sogar in eine Ausstellung (möglicherweise in der Galerie Pictura, die es noch immer gibt). Aber Jozef Israels hatte noch kein Glück. Der Jude mit den Pfeifenköpfen wurde leider an der Tür des Ausstellungsraumes aufgehängt, und dann auch noch auf der falschen Seite. Es war nur sichtbar, wenn die Tür geschlossen war. Und das war nur der Fall, wenn niemand im Raum war!
Jozef Israels, gezeichnet von J.P. Veth Jozef Israels, gezeichnet von J.P. Veth.

Familie war nicht beeindruckt


Seine eigene Familie war von Jozefs Gemälden nicht besonders beeindruckt. Sie nannten seine künstlerischen Tätigkeiten "kritzeln": ein bisschen Kleckern mit Zeichnen und Malen. Dennoch durfte er achtzehnjährig in Amsterdam eine Malerausbildung bei Kruseman besuchen. Es gab keine andere Lösung, denn rechnen konnte er nicht, wodurch er nicht im Geschäft seines Vaters weiter arbeiten konnte. Ein Universitätsstudium war auch nicht möglich, da ihm dafür die erforderliche Ausbildung fehlte.

Dank der Empfehlung eines Freundes seines Vaters, des Groninger Kunstsammlers Ferd. De Wit, der wohl vom Gemälde des Juden mit den Pfeifenköpfen beeindruckt war, konnte Jozef 1842 in Amsterdam seine lange Malerkarriere beginnen. Er zog zu seiner Tante, die in der Jodenbreestraat einen Pelzladen betrieb. So wohnte Jozef Israels mitten im alten jüdischen Viertel von Amsterdam, nur wenige Meter vom Haus entfernt, in dem der große Maler Rembrandt gewohnt hatte.
Jüdische Hochzeit,1903 Jüdische Hochzeit,1903. Ein Brautpaar steht unter einem Gebetstuch, dass als Chuppa benutzt wird. Der Bräutigam steckt seiner Braut den Ehering an. Um sie herum stehen die Hochzeitsgäste.
Und in Lublin...