Jüdische Kultur auf Hebräisch

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Der Seher aus Lublin


"Er war ein Gottesengel, an die Tür seines Hauses klopften die größten Rabbiner seiner Zeit"

Das Erdgeschoss eines Hauses in der Szerokastraße 12 Das Gebäude Nummer 12 in der Szerokastraße, wo Rabbi Icchak Horowitz wohnte.
Foto: Stefan Kiełsznia / "Brama Grodzka – Teatr NN"
...so sprach man über Rabbi Jakub Icchak Horowitz, den berühmten Seher aus Lublin, dem wohl bekanntesten jüdischen Stadtbewohner, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nach Lublin kam.

Jakub Icchak Horowitz wurde 1745 in Józefów Biłgorajski (Józefów an der Weichsel) geboren. Sein Vater Elizer war dort Rabbiner und konnte seine Familie nur mit Mühe ernähren. Der kleine Jakub Icchak war von klein auf ein sehr ernstes Kind, das sich oft mit heiligen Büchern beschäftigte und viel betete.

Er lernte bei vielen hervorragenden Rabbinern der Lubliner Provinz – in Puławy studierte er bei Rabbi Schnelke fleißig den Talmud, in Leżajsk ging er bei dem berühmten Rabbi Elimelach in die Lehre, dann hielt er sich eine Weile in Łańcut auf. Von dort aus zog er nach Wieniawa, in einen Vorort von Lublin.

Große Frömmigkeit


Seine große Frömmigkeit, Gelehrtheit und Güte sicherte ihm viele Anhänger. Man sagte von ihm, er sei "allwissend" und könne Wunder tun. Er wurde immer berühmter und zog schon bald nach Lublin um, wo er sich in der Szeroka-Straße 28, im Zentrum des jüdischen Stadtviertels, niederließ und eine Synagoge errichtete.

Zu dieser Zeit bekam er den Beinamen des Sehers aus Lublin (auf Hebräisch Choze mi Lublin) und seine Wohnstätte wurde zu einem der größten Zentren des Chassidismus in Polen.

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