Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Lubliner Bethäuser


Die Maharshal-Synagoge war nicht der einzige Tempel in Lublin.

Gesamtansicht auf das jüdische Stadtviertel. Rechts das Gebäude der Maharshal-Synagoge. Gesamtansicht auf das jüdische Stadtviertel. Rechts das Gebäude der Maharshal-Synagoge. 1930er Jahre, Fotograf unbekannt.
Foto: "Brama Grodzka Teatr NN"
Ebenfalls auf der Jateczna-Straße, aber auf der anderen Seite, befand sich bis 1939 das als Beth Midrasch de Kahal bezeichnete Bet- und Lehrhaus der Gemeinde. Es war ein schlichter Saal mit Tischen und Schränken, die mit Religionsbüchern gefüllt waren. Manche von ihnen stammten noch aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Die übrigen wichtigen Synagogen befanden sich nicht auf der Jateczna-Straße.

Frauen schauten von oben zu


Gegenüber dem Schlosshügel, an der ehemaligen Podzamcze-Straße, existierte im 17. Jahrhundert die Synagoge von Saul Wahl, dem legendären eintägigen König von Polen. In dieser Synagoge befand sich die Frauengalerie über dem Saal für Männer und die Frauen beobachteten den Gottesdienst durch eine Öffnung im Fußboden ihres Saals.
Das jüdische Krankenhaus in der Lubartowska-Straße Das jüdische Krankenhaus in der Lubartowska-Straße in Lublin, 1930er Jahre, Fotograf unbekannt.
Foto: Sammlung Simcha Wajs/"Brama Grodzka Teatr NN"
Auf der Szeroka-Staße entstand im 17. Jahrhundert auch die Hirsch-Doktorowicz-Synagoge, allgemein Kotler-Schul genannt, weil die Zunft der Kesselschmiede (jiddisch: Kotler) sie betreute.

Zu den wichtigeren Lubliner Synagogen gehörte die Parnes-Synagoge in der Szeroka-Straße 2, die von Abraham Heilpern gegründet worden war, und die Synagoge in der Szeroka-Straße 28, die zu Isaak Jakob Horowitz, dem "Seher aus Lublin", gehörte.

100 private Betstuben


Im 19. und 20. Jahrhundert gab es ungefähr 100 private Betstuben. Manche von ihnen waren winzig, in ihnen beteten lediglich etwa ein Dutzend Personen. Andere waren viel größer, aber es gab auch geräumige private Bethäuser, in denen sogar einige Hundert Personen beteten. Eigene Bethäuser besaß auch das Jüdische Krankenhaus und Jeschiwa Chachmej Lublin.
Und in Westfalen...