Jüdische Kultur auf Hebräisch

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Meir Shapiro (1887–1933)


Rabbi Meir Shapiro war der Gründer der "Jeschiwa Chachmej Lublin".

Meir Shapiro, 1920er Jahre Porträt von Meir Shapiro, 1920er Jahre. Illustration aus dem Buch von H. Seidman "Der Weg der talmudischen Wissenschaft."
Er wurde Anfang März 1887 in Suczawa geboren. Einer seiner Vorfahren war der bekannte Talmudkenner Nathan Spira – ein Krakauer Rabbiner.

Die Wurzeln seiner Familie liegen wahrscheinlich in der im Süden Deutschlands gelegenen Stadt Speyer, in der eine reiche Tradition jüdischer Wissenschaft existierte. Der Familienname stammte wahrscheinlich vom Namen dieser Stadt. Meir Shapiro wurde eine sehr gute Ausbildung zuteil.
Begräbnisfeier von Rabbi Meir Shapiro Begräbnis von Rabbi Meir Shapiro im Jahre 1933, Fotograf unbekannt.
Foto: Sammlung Simcha Wajs / "Brama Grodzka – Teatr NN"

Studium des Talmud


Die meiste Zeit wandte er für das Studium des Talmuddiesen Begriff im Glossar nachschlagen und die mit ihm verbundenen Schriften auf. Schon mit 15 Jahren beschloss er, sich um die Smicha zu bewerben, die Berechtigung zum Rabbineramt. Die Prüfung bestand er mit der Note "sehr gut" und schon im Alter von 16 Jahren wurde er Rabbiner.

Kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges übernahm Shapiro das Rabbineramt in Gliniany bei Lemberg. Später war er Rabbiner von Sanok und Piotrków Trybunalski, bis er schließlich 1929 nach Lublin kam.

Überall erfreute er sich wachsender Achtung. Er war auch Vorsitzender des Bildungsausschusses und in den Jahren 1923–1927 Abgeordneter des polnischen Sejm. In seinen Reden im Parlament trat er entschieden gegen den Antisemitismus auf.

Lebenswerk


Sein Lebenswerk war die Gründung der Jeschiwa – der Hochschule der Weisen in Lublin. Er war nicht nur der Verfasser der Unterlagen, auf denen sich die Schule stützte, sondern auch die Quelle des Geistes dieser Einrichtung.

Meir Shapiro starb 1933 in Lodz. Zunächst wurde er in Lublin beerdigt, doch später wurden seine sterblichen Überreste nach Israel überführt. Rabbi Shapiro war eine der interessantesten Gestalten jüdischer Kultur in Polen.

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