Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Jenny Rosenbaum wird Jenny Aloni


Mit ihrer Ankunft in Palästina ergaben sich für Jenny Rosenbaum wie für die meisten Einwanderer viele Probleme: das Erlernen der hebräischen Sprache, die Gewöhnung an ungewohnte Landschaft und ein fremdes Klima; dazu kamen finanzielle Sorgen.

Jenny Rosenbaum Jenny Rosenbaum während ihrer Dienstzeit in einem britischen Militärkrankenhaus (etwa 1942).
Zunächst schlägt sie sich mit Gelegenheitsarbeiten durch - als Haushaltshilfe, Putzfrau und Küchenhilfe. Dennoch schafft sie es, mit Hilfe eines Stipendiums ein Studium aufzunehmen und daneben noch freiwillige Sozialarbeit mit verwahrlosten Kindern und Jugendlichen zu leisten.

Mit der Bedrohung Palästinas durch die näherrückenden deutschen Truppen verändert sie auch ihre pazifistische Einstellung; sie meldet sich 1942 zum Sanitärdienst in einem Militärkrankenhaus der ATS ("Auxiliary Troop Services" der britischen Armee).
Jenny Rosenbaum Jenny Rosenbaum während ihrer Militärdienstzeit.

Arbeit in der Jugendfürsorge


Bis 1946 bleibt Jenny im Militärdienst; dann besucht sie eine Schule für Sozialarbeit. 1948 heiratet sie Esra Aloni, 1950 wird ihre Tochter Ruth geboren. 1948 bis 1950 arbeitet sie in der Jugendfürsorge.

Daneben schreibt sie kontinuierlich Erzählungen und Skizzen. Auch in späteren Jahrzehnten, als sie bereits eine anerkannte Schriftstellerin ist, setzt sie ihre freiwillige Arbeit mit psychisch Kranken fort.
Jenny Aloni und ihre Familie Jenny Aloni und ihre Familie.
Alle Fotos: Jenny-Aloni-Archiv, Paderborn
Seit 1957 lebt sie in Ganei Yehuda nahe Tel Aviv; mehrfach besucht sie ab 1955 Deutschland, auch ihre Heimatstadt Paderborn.