Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Das Parteiprogramm


Als erste jüdisch-sozialistische Partei in Lublin begann der 1897 in Wilna gegründete "Bund" seine Tätigkeit in den Jahren 1903–1905.

Am Anfang waren diese politischen Aktivitäten illegal, aber im Laufe der Zeit wandelte sich der "Bund" zu einer legal anerkannten Partei, die in der gesamten Lubliner Provinz aktiv war. Der "Bund" war die größte sozialistische Gruppierung der Juden und er beteiligte sich aktiv am politischen Geschehen Polens. Im Jahre 1918 fand der Landesparteitag des "Bundes" in Lublin statt.

Arbeiter, Handwerker und Intellektuelle


Anhänger des "Bundes" kamen meistens aus den Reihen der jüdischen Arbeiter, Handwerker und Intellektuellen. Unter der Leitung des "Bundes" wurden auch die jüdische Jugendorganisation "Cukunft", der sozialistische Kinder-Verein "Skif" sowie die bündische Frauenorganisation "Jaw" aktiv. In all diesen Organisationen ging es darum, die Hauptpunkte des Parteiprogramms zu verwirklichen.
Von Anfang an war der "Bund" entschieden gegen die Assimilationdiesen Begriff im Glossar nachschlagen und Auswanderung der jüdischen Bevölkerung aus Polen. Die Anhänger der Partei gingen davon aus, dass die Gründung des israelischen Staates in Palästina unmöglich sei und daher sollte vor Ort um die Rechte der jüdischen Gemeinschaft gekämpft werden.

Nationale Autonomie angestrebt


Der "Bund" strebte eine nationale Autonomie für die jüdische Bevölkerung an und sprach sich für die Erhaltung der jiddischen Kultur aus. Alles, was der "Bund" veröffentlichte, wurde nur auf Jiddisch geschrieben. Zudem trat er entschieden für eine Lockerung des gesellschaftlichen Lebens ein und versuchte, das jüdische Schulwesen von dem starken religiösen Einfluss zu befreien. Der Partei lag auch viel daran, auf die Tätigkeit der schulischen, sportlichen sowie karitativen Einrichtungen Einfluss zu nehmen. Mit einem so konzipierten Programm nahmen die Vertreter der Partei an den polnischen Parlamentswahlen teil.