Jüdische Kultur auf Hebräisch

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Parlamentswahlen


1922 beteiligten sich die Vertreter des "Bundes" zum ersten Mal an den Parlamentswahlen.

Der Stadtrat von Lublin in den Jahren 1919–1927, dazwischen auch Mitglieder des Bundes Der Stadtrat von Lublin in den Jahren 1919–1927, dazwischen auch Mitglieder des Bundes.
Foto: Sammlung Simcha Wajs / "Brama Grodzka – Teatr NN"
Alle Wahlversammlungen fanden im Lubliner Theater "Panteon" statt. In den Wahlkundgebungen betonten die Mitglieder des "Bundes" die Bedeutung der bevorstehenden Wahlen für die Anerkennung der jüdischen Bevölkerung in Polen. Sie forderten, die im Grundgesetz verankerten Minderheitenrechte zu beachten, die Lebensverhältnisse der ärmsten jüdischen Volksschichten zu verbessern, die Arbeitslosigkeit abzuschaffen sowie das jüdische Schulwesen zu fördern. In diesen Wahlen bekamen die "Bund"-Mitglieder jedoch keinen Sitz.

In den nächsten Wahlen, 1928, bemühte sich der "Bund" erneut darum, ins Parlament zu gelangen. Bei seinen Kundgebungen wurde das Parteiprogramm besprochen und die gesellschaftlich – politische Lage des Staates kritisch beurteilt. Die wichtigsten Rollen in der Wahlkampagne in Lublin spielten die führenden Parteimitglieder Bela Nissenbaum und Shloma Herszenhorn.

Lebensverhältnisse verbessern


Am 18. Februar 1928 fand eine der größten Kundgebungen des Lubliner "Bundes" statt, auf der der Vorsitzende der Partei, Henryk Erlich, eine Rede hielt. Er verkündete, die Beteiligung des "Bundes" an den Wahlen habe zum Ziel, eine Arbeiter-und Bauernregierung zu gründen sowie die Lebensverhältnisse der ärmsten jüdischen Bevölkerung zu verbessern.

Obwohl es ihnen diesmal gelang, viele Wähler zu mobilisieren, reichten die Stimmen noch immer nicht aus, um einen Sitz im Parlament zu erlangen. Auch in den folgenden Parlamentswahlen in den Jahren 1930, 1935 und 1938 scheiterte der "Bund" jedes Mal aufs Neue und so mussten die Mitglieder des "Bundes" mit dem Sieg in den Kommunalwahlen Vorlieb nehmen.