Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Wahlen zur Selbstverwaltung


1918 begann der Lubliner Stadtrat, der aus 46 Ratsmitgliedern bestand, seine Tätigkeit.

Kinder beim Spielen im Kulturhaus Kinder beim Spielen im Kulturhaus.
Foto: Sammlung Simcha Wajs / "Brama Grodzka – Teatr NN"
Die ersten Ratswahlen fanden am 23. Februar 1919 statt, in denen der "Bund" fünf Ratsmandate bekam. In den darauf folgenden Jahren stieg die Anzahl der Mandate regelmäßig, was das wachsende Interesse an der Partei bestätigte.

Zu Ratsmitgliedern wurden Vertreter der jüdischen Intelligenz sowie Arbeiter und Handwerker gewählt. Die Partei veröffentlichte eigene Zeitschriften, das Wochenblatt "Lubliner Sztyme" und das Tagblatt "Noje Folkscajtung", die über die aktuellen Neuigkeiten in der von der Partei betriebenen Politik Auskunft gaben. Diese Zeitschriften wurden auf Jiddisch gedruckt. Der "Bund" begann auch, ein großes jüdisches Kulturhaus zu bauen, in dem sich eine Schule, ein Theater und eine Bibliothek befinden sollten.
Kommunalwahlen im Jahre 1937 Kommunalwahlen im Jahre 1937.
Foto: Sammlung Simcha Wajs / "Brama Grodzka – Teatr NN"

Großer Einfluss auf das politische Leben


Der "Bund" war die stärkste politische Gruppierung der jüdischen Gemeinschaft in der Lubliner Provinz. Die Partei beteiligte sich aktiv an den Parlaments- und Kommunalwahlen. Durch seine Ratsmitglieder übte der "Bund" einen großen Einfluss auf das politische und wirtschaftliche Leben der Stadt aus. Außerdem legte er auch großen Wert darauf, die Kultur und das Schulwesen der jüdischen Bevölkerung in Lublin zu fördern.