Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Zerstörungen während des Krieges


Der Friedhof wurde im Laufe der Zeit leider mehrmals schwer beschädigt und einige Teile wurden sogar komplett zerstört.

Jüdischer Grabstein mit Spuren der Zerstörung aus dem Krieg Jüdischer Grabstein mit Spuren der Zerstörung aus dem Krieg.
Foto: Marta Kubiszyn
Im 19. Jahrhundert wurde die Anhöhe von den sowjetischen Truppen als Platz von strategischer Bedeutung benutzt, und dabei wurden insbesondere die aus Holz hergestellten Grabsteine vernichtet.

Während des zweiten Weltkrieges wurden politische Gefangene von den Nationalsozialisten auf dem Friedhof hingerichtet, die hierher aus dem nah gelegenen Schloss gebracht wurden. 1944 benutzten die Nazis den Friedhof als günstige Artilleriestelle und zerstörten dabei große Teile des Friedhofes. Noch heute sind die Spuren der Schützengräben und der Einschuss-Stellen deutlich zu erkennen.

Verfall schritt fort


Nach dem Krieg schritt der Verfall des Friedhofes fort. Um ihn vor weiteren Schäden zu bewahren, bot sich Jozef Honig an, sich in Zukunft um den Friedhof zu kümmern.
Jüdischer Grabstein, zerstört während des Krieges Jüdischer Grabstein, während des Krieges zerstört.
Foto: Marta Kubiszyn
Jozef Honig ist ein gutes Beispiel dafür, dass Beziehungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Nationalitäten und Religionen nicht nur auf gegenseitiger Achtung, sondern vor allem auch auf einer tiefen Freundschaft basieren können.

Besorgnis


Er pflegte liebevoll 23 Jahre lang den Friedhof. Jozef Honig war sowohl wegen des zunehmenden Verfalls, als auch wegen des mangelnden Verständnisses der Lubliner Bürger besorgt. Vielen war und ist auch immer noch nicht bewusst, dass sich eines der wertvollsten Denkmäler der jüdischen Kultur in ihrer Heimatstadt befindet. Der Friedhof lockt noch immer zahlreiche Besuchergruppen aus der ganzen Welt an. Von den meisten Besuchern wurde Jozef Honig sofort mit dem Friedhof in Verbindung gebracht und ihm wurde wiederholt ans Herz gelegt: "Lieber Herr Honig, bitte kümmern Sie sich so lang wie nur eben möglich um den Friedhof. Sie sind der letzte Jude. Sie werden keinen Nachfolger haben."