Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Ein Porträt der Stadt


Im Jahre 1997 begann das Zentrum "Brama Grodzka Teatr NN" das Projekt "Das große Buch der Stadt" zu realisieren.

Marian Łoza  der Schöpfer des Modells bei der Arbeit Marian Łoza bei der Arbeit.
Foto: Marta Kubiszyn
Im Rahmen dieses Projekts entstand ein Archiv der Stadt Lublin. Man sammelte Fotos, Berichte der noch lebenden Zeugen, literarische Texte und Urkunden, die den Lubliner Alltag der Vorkriegsjahre dokumentieren.

Die Materialien, die auf diese Weise gesammelt wurden, dienten als Basis für das Modell des alten Lublins samt dem jüdischen Viertel. Das Modell wurde im Maßstab 1 : 250 angefertigt. sehen Sie dazu einen kurzen Filmausschnitt Es stellt sowohl das Stadtzentrum und die Altstadt als auch das alte Zentrum der jüdischen Gemeinschaft dar, das sich am Fuß des Schlosshügels erstreckte. Es umfasste die Gegend um die Altstadt und die Lubartowska-Straße, die mit den anliegenden kleinen Gassen das Handelszentrum des jüdischen Stadtteils bildete.
Schüler aus der Staatsoberschule der Plastischen Künste arbeiten an dem Modell Schüler aus der Staatsoberschule der Plastischen Künste arbeiten an dem Modell.
Foto: Marta Kubiszyn

Rettung vor dem Verfall


Auf die Idee, das Modell anzufertigen, kam der Leiter und zugleich Gründer des Zentrums, Tomasz Pietrasiewicz, der früher die altertümliche Brama Grodzka (Stadttor), den heutigen Sitz des Zentrums, vor dem Verfall bewahrt hatte.

Im April 1998 begann der Bau des Modells. Schüler des Lubliner Lyzeums für bildende Künste erstellten es unter der Leitung von Marian Łoza, einem Architekten und Modellierer. Dank der durch das Zentrum gesammelten Dokumentation ist es gelungen, den alten Plan des Stadtbildes zu rekonstruieren, den Verlauf der Straßen und Plätze wiederzugeben und an den Charakter der Bebauung im Jahre 1939 zu erinnern. Das Modell ermöglicht es, sich vorzustellen, wie die Stadt kurz vor dem Zweiten Weltkrieg ausgesehen hat. Auf dem Modell befinden sich über 800 Objekte des alten Lublins, darunter über 300, die heute nicht mehr existieren. Das Modell zeigt die nicht mehr bestehenden jüdischen Gassen Nadstawna-, Zakręt-, Szeroka-, Krawiecka-, Zamkowa-, Podzamcze-, Jateczna- und Wąskastrasse.
Der Botschafter Frankreichs in Polen, Patrick Gautrat, während der Besichtigung der Ausstellung und des Modells Der Botschafter Frankreichs in Polen, Patrick Gautrat, während der Besichtigung der Ausstellung und des Modells.
Foto: Piotr Sztajdel
Die ersten Besucher konnten das Modell schon im September 1999 anschauen. Sie sagten, sie seien verzaubert, denn es versetze sie in die Zeiten zurück, als das Leben in diesem Stadtviertel noch blühte...