Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Űber den Ural, durch Polen, Deutschland und Frankreich...


Aufgrund des sowjetisch-deutschen Krieges wurde Chaim aber schon im September 1941 aus dem Lager entlassen.

Chaim Zylberklang in der jüdischen Marineschule in Deutschland. Chaim Zylberklang in der jüdischen Marineschule in Deutschland.
Foto: Privatbesitz Chaim Zylberklang
Obwohl er ausgezerrt und krank war, gelang es ihm, in die polnische Armee im Osten einzutreten. Chaims Eltern, seine beiden Brüder und andere Verwandte und Freunde wurden in dem Vernichtungslager Sobibór ermordet. Von seiner ganzen Familie überlebte außer ihm nur seine Schwester Bronislawa.

Bis zum Ende des Krieges am 9. Mai 1945 harrte Chaim im Osten aus. Er wusste, dass Polen aus den Klauen der Deutschen befreit worden war, aber die Soldaten, die aus dem Krieg heimkehrten, erzählten ihm, dass es für Juden keinen Grund mehr gab, dorthin zurückzukehren. Alle Juden in Polen seien von den Deutschen vernichtet worden. Chaim wollte das nicht glauben, es trieb ihn zurück nach Polen.

1946 machte er sich auf den Weg nach Breslau. Dort musste er erfahren, dass tatsächlich alle Juden aus Żółkiewka ermordet worden waren.
Hochzeitsfoto von Chaim und Cypora Zylberklang Hochzeitsfoto von Chaim und Cypora Zylberklang.
Foto: Privatbesitz Chaim Zylberklang

Nach Palästina


Chaim Zylberklang entschied sich dazu, nach Palästina zu emigrieren. Über Tschechien und Österreich kam er zuerst in das nach dem Krieg besetzte Deutschland. Dort arbeitete er als Pfleger jüdischer Waisenkinder, die im Verlauf des Krieges in alle Länder Europas verstreut worden waren.

Danach begann er in der jüdischen Marineschule zu studieren, in der er auch seine zukünftige Frau Cypora Fiszman kennerlernte. Zusammen mit ihr ging er nach Israel. Die beiden hatten nicht viel Gepäck, nur eine Tasche und ihre Dokumente.