Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Jiddisch und Westjiddisch


Die Anfänge der jiddischen Sprache manchmal auch "Judendeutsch" genannt sind nicht eindeutig geklärt.

Nach dem Jiddistiker Beranek versteht man unter Jiddisch "die Sprache, derer sich die nichtassimilierten aschkenasischen, das heißt mittel- und osteuropäischen Juden im Alltagsleben innerhalb der Familie und der jüdischen Gemeinschaft bedienen oder bis vor kurzem bedient haben". Die jiddische Sprache ist aus dem Mittelhochdeutschen entstanden und hat sich durch die erzwungene Mobilität der Juden mit Elementen anderer Sprachen verbunden. Trotz dieser Überformungen bildet die deutsche Sprache ein tragendes Gerüst der jiddischen Sprache.

Mehrsprachige Verständigung in Europa


Mehrsprachige Verständigung war für die meisten Juden Europas eine selbstverständliche Notwendigkeit. Im Gegensatz zur "heiligen Sprache" Hebräisch war Jiddisch die Sprache der einfachen jüdischen Leute und des Alltags. Geschrieben wird Jiddisch mit hebräischen Buchstaben.
Als Entstehungsraum des Jiddischen wird das Rheinland angenommen, als Entstehungszeit das 11. Jahrhundert. Bei seiner Verbreitung unterscheidet man das Westjiddische und das Ostjiddische (mit slawischen Einflüssen - verbreitet in Litauen, Polen, Westrußland, später Sowjetunion und Rumänien).

Die im Lembecker Kassiber verwendete westjiddische Sprache war vor allem in Deutschland, Holland, Oberitalien und Ungarn gebräuchlich und begann schon ab Mitte des 18. Jahrhunderts auszusterben.

"Ghetto-Sprache"


Die Mehrzahl der assimilierten europäischen Juden des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, auch bereits die jüdischen Aufklärer des 18. Jahrhunderts, hatten für das als "Mischmasch" und "Ghetto-Sprache" angesehene Jiddisch wenig übrig. Dennoch gab es noch einmal eine Blütezeit des Jiddischen im 19. Jahrhundert; einzelne Elemente sind als Lehnwörter in das US-amerikanische Englisch, aber auch das heutige Deutsch eingewandert.


Und in Lublin..