Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

Logo des EU-Rahmenprogramms zur Kulturförderung "Kultur 2000"
Logo des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
Westfalen
Groningen
Lublin

Kontakt aufnehmen Kontakt |  Zeitleiste mit geschichtlichen Überblick Zeitleiste |  Glossar Glossar |  Literaturtipps Literatur |  Weiterführende Links Links | Filmdokumente des Projektes Film | Tondokumente des ProjektesTon |  Hilfe Hilfe |  Seite auf deutsch D  |  Seite auf niederländisch NL  |  Seite auf polnisch PL  | 

  Sie sind hier: Home


Auf der Schneider-Straße


Die Krawiecka-Straße erinnerte eher an ein armes Dorf als an eine Stadt.

Ein Hof in der Schneider-Straße Ein Hof in der Schneider-Straße, circa 1938.
Foto: Stefan Kiełsznia / "Brama Grodzka Teatr NN"
Hennen, Kühe und Enten wurden dort gezüchtet. Die Lubliner Juden sagten über sie, sie sei eine Straße, in der die Häuschen auf Krähenfüßen stünden. An die Häuser wurden permanent Kammern und Anbauten hinzugefügt. Eine "graue, farbenlose, laute Straße mit spezifischem Zwiebel-, Knoblauch- und Heringgeruch" das war die Krawiecka-Straße.

Auf der rechten Straßenseite, tiefer gelegen und in geringer Entfernung, erstreckte sich die Landschaft von Kalinowszczyzna, einer wunderschönen grünen Vorstadt, die in starkem Kontrast zum grauen Judenbezirk stand.
Schneider-Straße Schneider-Straße, circa 1938.
Foto: Stefan Kiełsznia / "Brama Grodzka Teatr NN"

Lärm in Cukiermans Bad


Am Ende der Krawiecka-Straße stand Cukiermans Bad, in dem am Samstagabend und an Festtagen Lärm erklang. Er stammte von Juden, die sich während des Bades mit stechenden Reisigbesen schlugen und riefen: "Kalt, noch einen Eimer heißes Wasser!"