Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Abgrenzung zwischen West- und Ostjuden


Einige Eindrücke...

Zeitungsanzeige Zeitungsanzeige aus dem Israelitischen Familienblatt.
Abbildung: Jüdisches Museum Westfalen
"Die Betgemeinschaft der Ostjuden ist eine besondere Gemeinschaft und als polnische, gegen das Deutschtum gerichtete Gruppe zu betrachten." (Rechtsanwalt Dr. Löbenstein, Jüdische Gemeinde Herne, in den 1920er Jahren)

"Nicht die Ostjuden haben den deutschen Juden zu danken, sondern die deutschen Juden den Ostjuden, und zwar für die Fülle jüdischer Kultur, mit der sie das deutsche Judentum belebt haben." (unbekannter Diskussionsredner auf einer ostjüdischen Konferenz 1929)

"Die sprachen Jiddisch..."


"Mein Vater und nicht nur er, wohl unser ganzer Bekanntenkreis, schaute auf die Ostjuden herab. Dies aus zwei Gründen: Erstens waren sie wirtschaftlich eines niederen Standes ... (Mein Vater) war einfach hochnäsig diesen Menschen gegenüber: Die sprachen schlechtes Deutsch, die sprachen Jiddisch, sie zogen sich komisch an – denn es gab solche, die sich noch traditionell kleideten, die sich im Kaftan kleideten. Außerdem hieß es bei mir zu Hause: Die machen den Risches diesen Begriff im Glossar nachschlagen. Wir werden bei den Deutschen absolut als Deutsche akzeptiert, wir sind ja schon jahrhundertelang hier. Diese Juden geben dem Streicher in seinem ’Stürmer’ überhaupt die Motive" (Uri Aloni/Hans Eulau, Essen, in den 1980er Jahren)


"Es wäre Torheit, sich auf die Westjuden zu verlassen." (Dr. Harry Epstein, Duisburg, um 1920)


"Wir müssen uns klar sein, dass die Zukunft unserer Gemeinde wie überhaupt des deutschen Judentums ganz wesentlich bei diesen neuen Elementen liegt, und es ist weise, die Entwicklung rechtzeitig in einem Sinne zu lenken, der allen Teilen gerecht wird."
(Rabbiner Dr. Benno Jacob, Dortmund, circa 1922)