Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Beheme, schofel und Pernose – Viehhändlersprache und "Masematte"


Auf den Märkten und insbesondere im Viehhandel hatte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine berufsgebundene Geschäftssprache entwickelt,...

"Wörterbuch der jüdischen Geschäfts- und Umgangssprache" "Wörterbuch der jüdischen Geschäfts- und Umgangssprache" – 1950er Jahre.
(Leihgabe, Jüdisches Museum Westfalen)
...sehr stark verwandt mit dem von westfälischen Unterschichten gesprochenen Jargon "Masematte". Der Name kommt von hebräisch masa’umatán = Verhandlung, Geschäft. Der Wortschatz ist geprägt durch eine Mischung regionalen Dialekts mit westjiddischen und hebräischen Ausdrücken.

Gesprochen wurde diese Händlersprache von den Händlern untereinander, wenn ein Dritter sie nicht verstehen sollte, aber sie war teilweise auch ein Ritual – viele Bauern kannten diese Sprache. Masematte wurde nicht aufgezeichnet, sondern nur gesprochen.

Noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg ist der Gebrauch dieser Viehhändlersprache nachweisbar; viele ihrer Begriffe sind Bestandteil der heutigen Umgangs- und Jugendsprache geworden.
Einige Verwandtschaften zwischen Viehhändlerjargon und Masematte Einige Verwandtschaften zwischen
Viehhändlerjargon und Masematte.