Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Buchstabe [ B ]


Bürgerliche Gleichstellung

Dekret aus dem Jahre 1796, mit dem die niederländischen Juden die formale Gleichberechtigung erlangten

Dekret aus dem Jahre 1796, mit dem die niederländischen Juden die formale Gleichberechtigung mit Nichtjuden erlangten.

Bar Mizwa

Junge, der mit Vollendung des 13. Lebensjahres religionsmündig ist

("Sohn des Gebotes, Gesetzespflichtiger") Bezeichnung für einen Jungen mit Vollendung des 13. Lebensjahres, der nach dem Religionsgesetz erwachsen und für sich selbst verantwortlich wird. Er wird ab dann unter anderem in der Synagoge zur Thoralesung aufgerufen, legt die Tefillin an und wird beim Minjan mitgezählt. Die Zeremonie, in der dies gefeiert wird, nennt man ebenfalls Bar Mizwa.

Bat Mizwa

Religionsmündigkeit des Mädchens

Die in Reformgemeinden seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert gefeierte Religionsmündigkeit des Mädchens mit Vollendung des 12. Lebensjahres.

Berit Mila

Beschneidung

Beschneidung des Sohnes einer jüdischen Mutter, durch die der Junge in den Bund Abrahams mit Gott aufgenommen wird. Der Mohel führt die Beschneidung am achten Tag nach der Geburt des Jungen in Anwesenheit von zehn männlichen Gläubigen durch.

Bet ha-Midrasch

Lehrhaus

Lehrhaus, in dem Laien und Gelehrte religiöse Schriften studieren. Es kann von einer Gemeinde oder Privatleuten getragen werden. Im Umkreis des Chassidismus hat sich die Form des "Stibl" entwickelt, in dem gelehrt und gebetet wird.

Bima

Ein spezielles Lesepult

Ein spezielles Lesepult, das in der Mitte des Gebetshauses steht und zum Lesen der Heiligen Texte und Segen der Gläubiger dient.

Bubelach

Kleine Napfkuchen

Kleine Napfkuchen aus Buchweizengrütze, die in speziellen Formen gebacken wurden. Sie wurden heiß, zusammen mit Butter gegessen.

Bund

Der Allgemeine jüdische Arbeiterbund

Der Allgemeine jüdische Arbeiterbund wurde 1897 in Wilna gegründet. Der Name stammte aus dem jüdischen Wort "Bund". Der Bund war eine säkuläre sozialistische Partei, die die Anerkennung für Juden als eigene Nation mit gesetzlichem Minderheitenstatus in allen Diaspora- Ländern erreichen wollte. Der Bund widersetzte sich ebenfalls hartnäckig dem Zionismus, mit der Argumentation, dass die Emigration nach Palästina eine Form des Eskapismus sei. Er warb für den Gebrauch des Jiddischen und förderte die jüdische Ausbildung, Literatur und Kultur. In der Zwischenkiegszeit wurde der Bund eine der größten und stärksten jüdischen Parteien in Polen.