Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Jüdisches Historisches Institut in Polen

Im Jüdischen Historischen Institut Warschau werden die bedeutendsten jüdischen Archivalien, Bücher, Zeitschriften und Museumsexponate in Polen verwahrt, die aus dem Holocaust gerettet werden konnten. Die Hauptaufgaben des Instituts sind diese Bestände als Zeugnisse für das Leben und Sterben der Juden zu bewahren, auf ihrer Grundlage die Geschichte der polnischen Juden von den frühesten Besiedlungen bis zum Holocaust mit seinem Spätfolgen zu erforschen und zu studieren.

Jat

Zeige-/Lesestab

("Hand") Silberner Stab, an dem an seinem Ende eine Hand ist mit ausgestrecktem Zeigefinger. Ein Jat wird in der Synagoge zum Lesen der Tora benutzt, als Lesefinger. Dieses darf man nicht mit dem echten Finger tun, da die Torarolle beschädigt werden könnte. Sollten dadurch Buchstaben unkenntlich werden, ist die jewilige Rolle nicht mehr das wörtliche Wort Gottes.
Das Wort "jat" ist im Niederländischen auch das alltägliche Wort für Hand. Ein abgeleitetes Wort hiervon ist "jatten"- stehlen.

Jeschiwa (Jeschiwot)

Jüdische Hochschule

Hochschule, an der Männer fortgeschrittene Talmudstudien betrieben.

Jiddisch

Umgangssprache

Jiddisch entstand waehrend des Mittelalters in Deutschland als Mischsprache aus Deutsch und Hebräisch. Jiddisch wurde im alltäglichen Leben gesprochen, während Hebräisch die Sprache des Gottesdienstes und der Synagoge blieb.
Aschkenasische Juden brachten Jiddisch in andere Länder, in denen sie sich ansiedelten, so auch in die Niederlande, Belgien und Länder in Osteuropa. Heutzutage wird Jiddisch kaum noch gesprochen. Jiddische Woerter hingegen existieren noch als Überbleibsel in anderen Sprachen. Im Niederländischen werden zum Beispiel noch immer Jiddisch-Hebräische Wörter benutzt wie "jat", "mazzel", "tof", "smeris", "bajes", "koscher", "goochem" und "alles kits".

Jom Kippur

Versöhnungstag, der höchste jüdische Feiertag

("Versöhnungstag"), der höchste jüdische Feiertag, mit dem die zehn Bußtage enden, die auf das jüdische Neujahrsfest Rosch-ha-Schana folgen. Sündenbekenntnis und Sühne stehen im Mittelpunkt des letzten Bußtages, der ein strenger Fastentag ist.

Judeneid

Spezielle, oft demütigende Form des Eides

Eine aus dem Mittelalter stammende, bis in das 19. Jahrhundert hinein vollzogene Form des Eides, die Juden aufgezwungen wurde, Bestandteil des Eids waren demütigende Zeremonien mit Formeln der Selbstverfluchung. Auch gab es Zeremonien, in denen Juden religiös verletzt wurden.

Judenregal

Verfügungs- und Schutzrecht über die Juden

Verfügungs- und Schutzrecht über die Juden, das die Kaiser, Könige und seit dem 14. Jahrhundert verstärkt die Territorialherren inne hatten.